Entkalker richtig dosieren: Menge und Intervall nach Wasserhärte

Entkalkungsmittel wird fast immer zu schwach oder zu selten eingesetzt. Beides hängt an einer Zahl, die die meisten nicht kennen: der örtlichen Wasserhärte. Schlagen Sie sie zuerst nach, dann rechnet dieses Werkzeug Menge, Einwirkzeit und Intervall aus.

Wert unbekannt? Wasserhärte für Ihren Ort nachschlagen

Rechengrundlage Stand August 2026. Eingaben werden nicht gespeichert.

So wird gerechnet

Dosierung: Ausgangspunkt sind 20 g Zitronensäurepulver bzw. 100 ml Essigessenz je Liter Wasser bei mittlerer Härte. Die Menge skaliert linear mit der Härte über den Faktor °dH ÷ 14, begrenzt auf das 0,6- bis 1,8-fache — stärkere Lösungen greifen Dichtungen und Aluminium an, ohne schneller zu wirken.

Intervall nach Härte und Nutzung. Basis in Wochen:

WasserhärteBasisintervall
unter 8,4 °dH (weich)12 Wochen
8,4 – 14 °dH (mittel)7 Wochen
14 – 21 °dH (hart)4 Wochen
über 21 °dH (sehr hart)2,5 Wochen

Intensive Nutzung halbiert diesen Wert, seltene Nutzung verdoppelt ihn.

Was Sie nicht tun sollten

  • Essigessenz in Kaffeevollautomaten. Sie greift Dichtungen und Schläuche an; Hersteller schließen daraus resultierende Schäden von der Gewährleistung aus.
  • Entkalkungslösung kochen. Zitronensäure bildet bei Hitze schwerlösliches Calciumcitrat — ein weißer Belag, der schlechter zu entfernen ist als der ursprüngliche Kalk. Handwarm ansetzen, dann einwirken lassen.
  • Aluminium und Emaille behandeln. Beide reagieren empfindlich auf Säure.
  • Zu kurz einwirken. Zwanzig Minuten sind das Minimum, bei dicken Schichten mehrere Stunden.

Nach jedem Entkalken zwei- bis dreimal mit klarem Wasser durchspülen.

Häufige Fragen

Wie viel Zitronensäure für einen Wasserkocher?

Bei 1,5 Litern und mittlerer Härte rund 30 g Pulver, gelöst in handwarmem Wasser. Bei harter Wasserqualität entsprechend mehr — der Rechner setzt Ihren Ortswert ein.

Zitronensäure oder Essig – was ist besser?

Zitronensäure ist geruchsärmer und materialschonender, Essigessenz wirkt bei dicken Belägen etwas schneller. In Geräten mit Gummidichtungen und Kunststoffschläuchen ist Zitronensäure die sichere Wahl.

Warum soll man die Lösung nicht aufkochen?

Weil sich bei Hitze Calciumcitrat bildet: ein weißer, schwer löslicher Belag. Der Kalk wird dadurch nicht entfernt, sondern in eine hartnäckigere Form überführt.

Wie oft muss ich entkalken?

Zwischen alle zweieinhalb und alle zwölf Wochen, je nach Härte und Nutzung. Bei über 21 °dH und täglichem Betrieb liegt das Intervall unter drei Wochen.

Woher weiß ich meine Wasserhärte?

Aus der veröffentlichten Trinkwasseranalyse Ihres Versorgers. Schlagen Sie den Wert für Ihren Ort in unserer Datenbank nach.

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